Heute mal an alles gedacht … ?

Ein typischer Studentenfreitag…

6.50 Uhr: Bin wach.
7.00 Uhr: Wecker klingelt. Will um 9 Uhr im Büro sein. Sonst stehe ich um 8 Uhr auf, um keine Zeit mehr zu haben, mit etwas Zeit zu vertrödeln. Konzept funktioniert nie. Bin immer erst um 10 Uhr im Büro. Heute wird alles anders.

9 Uhr: Wollte ich nicht schon am Schreibtisch sitzen?

10 Uhr: Komme im Büro an. Merke: Konzept „Aufstehen um 7 Uhr“ funktioniert auch nicht. Habe zu viel Zeit gehabt, um rechtzeitig fertig zu werden.

10.22 Uhr: Beschließen, dass es noch zu früh für Joey’s ist.

12.48 Uhr: Portemonnaie liegt zu Hause. Pizzamann steht schon vor der Tür. Kollegen amüsieren sich über akute geistige Verwirrtheit.

14.39 Uhr: Tiramisu-Zubereitungs-Happening. Konnte mich zusammenreißen. Habe mich sogar daran erinnert, wie man Sahne ohne Rührgerät sondern mit Schneebesen schlägt. Erstes Tiramisu meiner neuen Kochlaufbahn geglückt. Beschließe je nach Saison viele Abwandlungen zu probieren. Nächste Woche mit Lebkuchen.

16.31 Uhr: Werde auf dem Heimweg pitschnass. Bin trotzdem fest entschlossen noch das Fitnessstudio aufzusuchen. Sporthose wandert in die Tasche. T-Shirt, Schuhe, Wasser. Diesmal bitte nicht wie an den letzten Tagen die Uni-Karte vergessen, habe keine Lust noch Mal umdrehen zu müssen.

16.43 Uhr: Karte eingepackt, radle los. Weiche noch mehr durch. Hätte mir eine Mütze mitnehmen sollen. Auf dem FiZ-Berg angekommen, Rad angeschlossen, Karte gezückt. Handtuch vergessen. Ohne Handtuch gibt’s keinen Sport. Könnte mir eines leihen. Habe aber Karte extra aus Portemonnaie genommen, um an sie zu denken. Rest zu Hause gelassen. Ärgere mich, fahre wieder zurück.

17.15 Uhr: Starte mein Heim-Muskeltraining. Balanciere mit Shape in der linken Hand auf rechtem Bein, linkes Bein und rechter Arm ausgestreckt. Stürze bei seltsamer Yoga-Verränkung auf Bettkante.

18.23 Uhr: Will duschen. Wasser läuft, bin klitschnass. Stelle fest, die neue Flasche Duschgel im Vorratsschrank vergessen zu haben.

19.37 Uhr: Sitze wieder auf dem Fahrrad, habe dieses Mal an die Kopfbedeckung gedacht. Dank Mistwetter auch Lampe dabei, habe sie sogar gleich angemacht. Merke nach fünf Minuten Strampeln: Brille gar nicht auf der Nase. Sehe auf Entfernung ohne eh besser.

19.58 Uhr: Stehe an einer Kreuzung und überlege, wo ich lang muss. Passiert mir sonst nur auf dem Rückweg, verpasse da immer die richtige Abzweigung.

20.06 Uhr: Angekommen. Sehr nass. Beschließe, am Montag Regenkleidung zu kaufen. Kaum ist die Hose nicht mehr triefnass sondern nur noch klamm, muss ich noch Mal raus. Habe meine Fahrradlampe sowohl an gelassen als auch völlig vergessen. Hmmmm … lange keine Regentropfen mehr auf meinem Kopf gespürt.

21 Uhr: Kann nichts mehr sehen. Ohne Brille ist doch schlecht.

00.33: Bin unheimlich stolz auf mich, dieses Mal den richtigen Heimweg gefunden zu haben. Entscheide mich aus Gewohnheit für den falschen.

01.18: Habe meine Notizen, die ich für diesen Eintrag machte, irgendwo liegen lassen.

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