Disney und die Romantik

Früher hat uns Disney verdorben. Im Zusammenhang mit überzogenen Romantikvorstellungen und -erwartungen hört und liest man das ja des öfteren. Heute trägt das Fernsehen seinen Teil bei. In meinem Fall gerade: Grey’s Anatomy. Ich gestehe ohnehin ein, eine gewisse Schwäche für Patrick Dempsey zu haben (womit ich sicher nicht alleine auf dieser Welt bin…). Nun habe ich gerade das Season 4-Finale von Grey’s Anatomy gesehen.

Herzschmerz. Aber ganz böse. Und ab jetzt zumindest ein bisschen spoilerish.

Und dann möchte man (frau?) doch am liebsten nur noch ausschließlich in Großbuchstaben schreiben: ICH WILL JEMANDEN, DER MIR EIN HAUS AUS KERZEN BAUT. Und dann seufzt man (frau?) erst einmal. Und kommt zurück in die Realität. Wo hatte die bloß plötzlich all die Kerzen her? Wie hat die das da mal eben hingebastelt? Und dann noch angezündet? Haare und Make-Up sitzen perfekt? Das gibt’s eben nur im Fernsehen. Und in Disney-Filmen.

Ganz ehrlich wünscht man (frau?) sich dann in der Realität doch auch ganz andere romantische Dinge. Einen schönen Abendspaziergang mit halbwegs tiefgründigen, vertrauensvollen Gesprächen. Gemeinsam auf einer Sommerwiese liegen und den Sonnenschein genießen. Oder… oder eben die ganz kleinen Dinge im Alltag, die sagen „Du bist mir wichtig.“ Zumindest geht es mir so.

Ein Gutes hatte das Final-Peeking: Ich habe gerade „The Quest“ von Bryn Christopher neben „A Drop in the Ocean“ zu meinem persönlichen Favoriten erkoren. Und manchmal kann ich einfach den deutschen iTunes-Store so gar nicht leiden.

2 Kommentare

  1. Veröffentlicht August 21, 2008 in 15:47 | Permalink

    hihi, die Gedanken hatte ich auch… wo hat die die Kerzen her… etc.
    Aber… nett wärs schon, so ein Haus aus Lichtlein. Oder zumindest ein Herzchen – nee, doch zu kitschig :)

  2. Veröffentlicht August 22, 2008 in 01:16 | Permalink

    Ohohoh… ich bin ja – dank Patrick Dempsey – gerade auf einem ganz anderen, völlig abgehobenen Romantik-Kitschigkeitslevel angekommen. Vier Mal „Made of Honor“… ich bin verdorben für den Rest meines Lebens.


One Trackback/Pingback

  1. [...] Relativierung inklusive Patrick Dempsey. Oder eher trotz ihm. Verziehen ist jedenfalls vorerst das über alle Maßen kitschige Ende der letzten Staffel, das zu allem Überfluss die abgehobenen Romantik-Vorstellungen noch [...]

Einen Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail wird niemals veröffentlicht oder weitergegeben. Pflichtfelder sind mit einem * markiert
*
*