Hochseilgärten florieren derzeit ja allerorts. Aber High Spirits in Kiel hat einen entscheidenden Vorteil: Zwischen den Baumkronen umherklettern mit einzigartiger Aussicht auf die Kieler Förde samt all der Bötchen und Kähne sowie auf einen ausgesprochen schönen Sandstrand.
Nachdem man die kleine Runde auf circa zehn Metern Höhe hinter sich gebracht hat und warm geworden ist, geht es auf zu neuen Abenteuern. Wie schon zuvor gut gesichert und verschnürt, warten endlich die Herausforderungen auf 15 bis 20 Metern Höhe. Nach den vorher noch recht einfachen, sich langsam in der Schwierigkeit steigernden Elementen, geht es hier ziemlich schnell in die Beine und an den Gleichgewichtssinn. Es macht aber einen Heidenspaß und alleine wegen des Blicks lohnen sich auch ein paar Blessuren:
Mit Mensch (mir) davor, der sich gerade zur rasanten Fahrt auf den nächsten Baum bereit macht, und während besagter Fahrt sieht es dann ungefähr so aus:
Den todesmutigen Herrn L. (dem übrigens ein Dank für die Fotos gebührt! Wagemutig schleppte er seine Kamera mit die höchsten Stämme hinauf.) und mir grinsten die Service-Kletterer vor unserem kleinen Fahrt-Erlebnis noch süffisant zu, dass der Rückweg etwas beschwerlich konzeptioniert sei. Da wir uns den Spaß aber nicht nehmen lassen wollten, haben wir nicht darauf gehört. Geschafft – ganz ohne Absturz – haben wir den Weg zwar. Aber das ging dann nicht nur in die Beine und die Arme sondern auch ordentlich in den Kopf. Wie die Strecke, bei der man sich von einem freihängenden Klotz, auf den gerade mal ein Füßchen passt, zum nächsten hangeln muss.
Der Spaßfaktor war jedenfalls riesig. Wer nicht gerade unter größter Höhenangst leidet, sollte unbedingt einen Ausflug in einen entsprechenden Kletterpark in seiner Nähe antreten. Auch wenn es dort mit Sicherheit nicht gleich danach an den Ostseestrand geht. Sonne, Wasser und Picknick – inklusive leckerer, frischer Erdbeeren – genießen.
Herrlicher Tag jedenfalls.




4 Kommentare
Das klingt schon sehr cool – und sieht auch so aus.
Wenn ich nicht schon auf einer Leiter Höhenangst bekäme, würde ich das glatt mal ausprobieren.
Na ja, oder ich mache das mal als „Desensibilisierung“…
Kann ich auch nur empfehlen. Ich hab das letzten Sommer in der Schweiz gemacht, nannte sich „Forestjump„.
Für mich war die Hälfte der Spannung auch die latente Höhenangst zu überwinden, aber es hat sich echt gelohnt. Das macht Laune.
Gut zu wissen das es das in Kiel auch hat. Da war irgendwo auf dem großen Plan mit den vielen „ToDo“ Punkten auch ein Kieltrip (und der erneute Besuch so eines Parks). Also gleich mal merken das sich das verbinden lässt.
Danke für den Tip Claudia. :-D
Aber wir haben dir immer schön brav von oben zugewunken :-) Und es würde uns natürlih auch niiiieeeemals einfallen, dich damit aufzuziehen….
Für Kandidaten mit latenter Höhenangst empfehle ich für’s erste die sogenannte „kleine Anfängerrunde“, diese befindet sich „nur“ auf 10 Metern Höhe (gefühlt) und hat auch wirklich nur ein paar gaaaaaanz klitzekleine Schwierigkeitsgrade eingbaut.
Ich hab dann hinterher auf die große Runde ganz oben in den Wipfeln dankend verzichtet. *schäm*